Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Aspekt für viele Designer*innen der Vienna Fashion Week geworden: Manche davon arbeiten dafür hauptsächlich mit Bio-Materialien, andere dafür mit großteils Naturfasern. Nachhaltigkeit in der Mode is breit gefächert: Hier zwei Labels, die Bekleidung aus Deadstock-Materialien machen.
ELKE FREYTAG
Im Wiener Atelier von ELKE FREYTAG entstehen limitierte Atelierstücke für Frauen, die sich nicht verkleiden möchten, sondern ganz sie selbst sein wollen. Klare Linien, hochwertige Materialien und präzise Schnitte schaffen Kleidung, die den Alltag begleitet – mit Ruhe, Leichtigkeit und zeitloser Eleganz.
Die Handschrift der Designerin ist von Architektur ebenso geprägt wie von der Atmosphäre Wiens. Jedes Modell entsteht mit großer Sorgfalt im Atelier und wird in kleinen Serien gemeinsam mit ausgewählten Partnerbetrieben in Wien gefertigt.
ELKE FREYTAG glaubt an Mode, die nicht lauter ist als die Frau, die sie trägt. An Kleidung, die Persönlichkeit unterstreicht, Bewegungsfreiheit schenkt und über Trends hinaus Bestand hat.

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FRÖHLICH
FRÖHLICH steht für unkomplizierte, zeitlose und gemütliche Damenmode. Es handelt sich um eine stetig wachsende Kollektion in Kleinserie. Mit viel Liebe werden die Stücke in Wien in sozialökonomischen Betrieben von Hand zugeschnitten und gefertigt. Die Stoffe stammen aus europäischen Uberproduktionen vergangener Jahre – sogenanntes Dead Stock Material. Manchmal finden sich darunter auch schone Vintage Stoffe.
Einige Kleidungsstücke ihrer Kollektion sind mit dem Namen SINGULÄR beschriftet: Sin|gu|lär steht für die Einzigartigkeit jedes Kleidungsstücks. Die Stoffe werden von Hand gefärbt, bedruckt und bestickt. Viel Liebe zu Handarbeit und feinen Details sowie das Kombinieren von Farben, Formen und Struktur zeichnen diese Zweitlinie aus. Kein Stück gibt es exakt noch einmal. Ein Lieblingsstück, ein Einzelstück, ein einzigartiges Einzelstück.

Picture Credit © Mai Tuong
ATELIER SNOW
Die gebürtige Vietnamesin und ehemalige Architektin Anh Tuyet „Snow“ Knoll heiratete vor 15 Jahren in Österreich. Damals beschäftigte sie eine Frage, die sie später zur Gründung ihres eigenen Brautateliers inspirieren sollte: Warum gibt man so viel Geld für ein Hochzeitskleid aus, das nach einem einzigen besonderen Tag für immer im Schrank verschwindet?
In Vietnam kannte Snow es anders: Brautkleider wurden häufig nur für den Hochzeitstag ausgeliehen. Die Vorstellung, ein kostbares Kleid zu besitzen und es dennoch nie wieder zu tragen, fühlte sich für sie deshalb fremd an. Nach und nach entstand daraus ihre Vision für Atelier SNOW: Brautmode, die nicht nur aus nachhaltigen und natürlichen Materialien gefertigt wird, sondern auch nach der Hochzeit weiterleben darf.
Bei ihrem ersten Auftritt auf der Vienna Fashion Week bringt Snow genau diese Idee auf den Laufsteg. Ehemalige Atelier-SNOW-Bräute präsentieren ihre eigenen Hochzeitslooks – neu interpretiert durch veränderte Farben, kleine Anpassungen, überraschende Kombinationen und besondere Accessoires. Aus dem Brautkleid wird ein neues Lieblingsstück: für ein Fest, einen besonderen Abend oder einfach für das Leben nach der Hochzeit.
Die Show erzählt nicht nur von nachhaltiger Mode, sondern auch von den Frauen und ihren persönlichen Geschichten. Snow möchte ehemalige und zukünftige Bräute dazu inspirieren, ihr Hochzeitskleid nicht als Erinnerung im Kleiderschrank aufzubewahren, sondern es immer wieder neu zu tragen.
Denn manche Kleider sind einfach zu schön für nur einen einzigen Tag.

Picture Credit © Markus Zigelwanger