Die Show der Kollektion von Empowerment Studio am vorletzten Tag der VIENNA FASHION WEEK.26 zeigt mit einzigartigen und zeitgenössischen Designs, wie gut soziale Nachhaltigkeit aussehen kann.
Vor den Looks der Kollektion sah man einen Zusammenschnitt von Videos aus Sambia. Kurze Sequenzen zeigen Orte, Farben und Symbole, die man in der Kollektion wiederfindet. Das Video ist wichtig, denn von Anfang an wird der Einfluss von Sambia in der Kollektion deutlich.
Empowerment Studio entwickelt und produziert die Mode an einem Ort, ganz im Sinne von Community und Vertrauen. Im Fokus der Brand steht die Entstehung der Produkte, und der positive Einfluss, den man durch sozial nachhaltiges Produzieren in der Welt haben kann.
Die Looks zeigen eine warme und harmonische Farbpalette. Neutrale Töne werden durch Prints ergänzt und elegante Schnitte mit außergewöhnlichen Details wie Fransen aus plastischen Elementen kombiniert. Jeder Look wirkt sehr präzise abgestimmt und die einzelnen Teile werden stilvoll präsentiert. Ein Printdesign ist wiederkehrend auf den Stoffen zu sehen. Der „Chitenge Print“ wurde inspiriert von Elementen aus dem Alltag der Frauen in Sambia und trägt die Farben der Landschaft des Entstehungsorts. Durch Kontraste und unterschiedliche Stilelemente entstehen sehr starke, feminine Looks.
SHAPED BY THE PROCESS, MATERIAL AND PLACE
Das Zentrum von Empowerment Studio ist im Waya Compound in Sambia. Die österreichische Designerin Pia Marietta Hintz gründete 2020 das Empowerment Studio als Teil der NGO Life Trust, wo von Anfang an gezielt davon abgesehen wird, den Entstehungsprozess in Design und Produktion zu trennen. Die Kollektion wird von einem Kollektiv aus Frauen produziert, die von Empowerment Studio ausgebildet und angestellt werden.
Zudem setzt Empowerment Studio auf eine sehr achtsame und nachhaltige Produktion der einzelnen Produkte. Das Material wird sparsam, möglichst Zero Waste und zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft eingesetzt und produziert. Da Empowerment Studio eine strikte Non-Profit-Struktur hat, fließen die Einnahmen durch den Verkauf in die Weiterentwicklung des Studios und des Frauenkollektivs. Seit 2023 gibt es zunehmend mehr Flagship-Stores in Sambia und die Produkte werden in den internationalen Markt aufgenommen, wodurch sich das Label gezielt gegen die systematische Ausgrenzung des globalen Südens einsetzt.


